Bandgeschichte von Jenix
So! Nach über vier Jahren JENIX haben wir es nun endlich geschafft, den Anfang unserer Bandgeschichte in die unendlichen Weiten des Internets hinauszublasen! Nun fragen sich sicher viele: “Warum denn jetzt erst?” Andere wiederum denken sich sicher: ” Na endlich! Schön, dass die es auch mal auf die Reihe bekommen haben!” – Nach längerem Nachdenken ist mir dann endlich eine passende Ausrede eingefallen, um die lange Dauer des Nicht-Vorhandenseins unserer Bandgeschichte auf logischem Wege zu erklären. Ganz einfach: Wir wollten erstmal ein paar Jährchen ins Land ziehen lassen, damit wir hier am Ende auch mehr als zehn Zeilen zusammen bekommen! Und siehe da! Seit dem 4. Juni 2003 hat sich so einiges Erzählenswertes angesammelt! Aber seht/lest selbst!
Das Jahr 2003
Die Sache mit dem Kennenlernen lässt sich am unkompliziertesten so erklären: Krosti spielte Trompete in einer Big Band. Leiter dieser Big Band war/ist (wie es der Zufall will) Happys Vater. Daraus folgt: Happy und Krosti lernen sich kennen und haben die glorreiche Idee eine eigene Band zu gründen. Beginn der Ideenumsetzung: Krosti lernt Bass, Happy Gitarre. Prima! Aber irgendwas fehlt? Richtig, Schlagzeug und Gesang! Der Einfachheit halber wird der Schlagzeuger einfach der Big Band entwendet. Wieder ein Problem weniger! Und zu guter Letzt habe ich meinen Weg zur Band gefunden. Das Ganze geschah über Freunde von Happy, die wiederrum Freunde kannten, deren Freunde die Freunde meiner Freunde kannten. Telefonnummern ausgetauscht. Kurz telefoniert. Zu kleinem Vorsingen auf einer Parkbank verabredet! Getroffen! Geredet, gesungen und Gitarre gespielt! Alles hat gepasst. Das Ganze endete schließlich in unserer ersten Probe am 4. Juni 2003 – Stichtag sozusagen!
Da standen wir nun, ein Häufchen junger Menschen, die sich noch nicht wirklich gut kannten, aber dennoch spürte jeder von uns, dass es da etwas gibt, was uns verbindet. Die gemeinsame Liebe und Leidenschaft zur Musik ließ uns nicht nur schnell zu einer enthusiastischen und zielstrebigen, aber noch sehr unprofessionellen Rockkapelle werden, sondern auch zu dicken Freunden. Damit hatten wir ja schon mal zwei super Voraussetzungen. Zum einen die gleichen Interessen und zum anderen ein stetig wachsendes Band der Freundschaft. Die Sache mit dem Talent würde sich zeigen, dachten wir. Erstmal Mucke machen und Spaß haben! Wir begannen zu covern. Alles mögliche – zumindest soweit, wie es mit unserem bis dahin erlernten Können umsetzbar war. Ach und selbst, wenn es unsere Fähigkeiten über etliche Dimensionen übertraf, versuchten wir uns an allem, was uns gefiel, auch wenn es sich eben dann scheiße anhörte. Spaß hat es allemal gemacht! Ganz nebenbei fanden wir heraus, welche Art von Musik jedem Einzelnen von uns gefällt und es fiel uns nicht schwer, am Ende auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Coverversionen von den Cranberries, den White Stripes, Jet, den Sportfreunden Stiller, Avril Lavigne, Dover, Green Day, wir probierten alles, wozu wir Bock hatten. Und auch unser erster Auftritt bestand ausschließlich aus Coversongs. Oh ja! Die Erinnerungen an diesen Abend werden mit Sicherheit nie die Gedächtniszellen unserer Hirne verlassen, so viel steht fest. Ein volles (in jeglicher Hinsicht “volles”) Bierfestzelt auf der Jonsdorfer Kirmes und wir sahen aus, als hätte man uns frisch aus dem Verein für modisch schlechten Geschmack entlassen. Unglaublich! Früher haben wir das natürlich gar nicht so gesehen. Wir fanden uns geil und dachten, unser Konzert war der Hammer (hierbei liegt die Betonung eindeutig auf “dachten”). Dieser ersten für uns sehr prägenden Bühnenerfahrung folgten bis Ende 2004 noch einige weitere Liveauftritte. Ende des besagten Jahres begann es uns dann aber mächtig in den Fingern zu jucken und wir verspürten eine imense Lust, mal einen eigenen Song zu schreiben!
Ja, so ein richtig erstes eigenes Lied! Das war der Plan. Und eine relativ kurze Weile später war er geboren – unser erster eigener Song! Wir tauften ihn auf den Namen “Never Stop”, was bis heute auch unser Motto ist. Apropos ” Namen”, da fällt mir auf, dass ich noch kein Wort über das Thema Bandnamen verloren habe. Naja, ist vielleicht auch besser so, denn bevor wir uns JENIX genannt haben, gab es ein Haufen anderer komischer Namen. Der eine dämlicher als der andere, wie wir heute finden. Ein Beispiel ” Maybe Tomorrow”, also ” Vielleicht morgen”! Wie wir darauf gekommen sind, weiß kein Schwein! Das ging weiter von ” Headshut” über “Eastlights” bis hin zu “JENIX”! Letzterer hat uns letztendlich am meisten zugesagt und dabei ist es dann auch geblieben. “JENIX”! Kurz, knapp, leicht zu merken und hat nicht wirklich eine feste Bedeutung (wobei es irgendwo eine Frima gibt, die Digitalanzeigen anfertigt und denselben Namen trägt! Wie die wohl drauf gekommen sind?!). So! Damit war Mission Bandname auch erfüllt. Kurzer Zwischenbericht: Anfang 2004, immernoch ein Häufchen junger ehrgeiziger Musiker, bereits stark ausgeprägte Freundschaft, erste Liveauftritte mehr oder minder gut, aber mit viel Spaß über die Bühne gebracht, Namensfindung erfolgreich abgeschlossen mit “JENIX”, erste eigene Songs und das Motto ” Never Stop”. Getreu diesem Motto starteten wir also gemeinsam ins Jahr 2004. Diese 12 Monate sollten uns nicht nur über 20 Gigs und viele tolle neue Erfahrungen bescheren, nein, sie sollten noch viel mehr in sich haben.
Die Jahre 2004 und 2005
Im Frühjahr lernten wir zwei Menschen kennen, von denen wir nie geahnt hätten, dass sie uns je so viel bedeuten würden. Die Rede ist von “Kasi” und “Matz”, wie sie von allen meistens sehr liebevoll gerufen werden. Diese zwei Typen stolperten einfach so in unser Leben oder wir in ihres? Keine Ahnung! Sagen wir einfach, die einen stolperten in das Leben des jeweils anderen. Es begann mit einem Auftritt in deren Studentenclub “StarClub” in Zittau, irgendwie lernten wir einander näher kennen und alle verstanden sich auf Anhieb prächtig. Und wie das so ist, wenn sich Menschen gut verstehen, hat sich daraus eine Freundschaft entwickelt, die letztendlich zur Basis einer beständigen und sehr ergiebigen Zusammenarbeit wurde. Nach und nach übernahmen die beiden die Aufgaben des Managements. Wir wurden ein spitzen Team und langsam begann in uns ein Traum zu wachsen. Der Traum, vielleicht irgendwann einmal die Musik zu unserem Leben machen zu können. Die größte Leidenschaft, die wir in uns tragen.
Gemeinsam erlebten wir in diesem Jahr unglaublich viel. Von den unvergessenen Konzertabenden im Jugendclub Dittelsdorf über große Höhepunkte wie dem Support von Silbermond in Panschwitzkuckau, Zittau und Schmochtitz bis hin zu unserem ersten Bandcontest (BEAT 2004) bei dem wir als stolze 2. nach Hause gehen durften. “Was für ein Jahr!” dachten wir uns, als wir zu Silvester in den berühmtberüchtigten Mathogrohallen in Zittau auf der Bühne standen. Wahnsinn! Ich hoffe, ihr könnt noch! Und ehe wir uns versahen, wachten wir (mit ein wenig Kopfschmerzen) im frischgeborenen Jahr 2005 auf und sagten uns wiedereinmal “Never Stop”! Die Lage war klar und der Plan war geschmiedet. Proben, proben, proben, Konzerte, Konzerte, Konzerte, proben, neue Songs schreiben, Konzerte, proben, Songs schreiben, zwischendurch mal schlafen, arbeiten und zur Schule gehen, essen, trinken! Und so kams dann auch! Wir hatten ja auch eine Weile Zeit bis zu unserem ersten Gig in diesem Jahr, denn der fand erst am 18. März im Starclub statt und so konnten wir in aller Ruhe den obengenannten Plan anfangen, in die Tat umzusetzen.
Der erste Höhepunkt dieses Jahres konnte mit dem Silbermond-Support-Gig im Alten Schlachthof in Dresden ins Logbuch eingetragen werden. Wir waren sowas von unglaublich aufgeregt an diesem Abend, das war nicht mehr feierlich, denn meistens oder zumindest sehr oft äußert sich Aufregung in einer gesteigerten Darmtätigkeit…mhh ääääh ja…also ich hoffe mal, wir sind da jetzt nicht die Einzigen, denen es so geht! Ansonsten vergesst einfach, was ihr in den letzten zwei Zeilen gelesen habt. Und 2005 hatte für uns noch einiges mehr zu bieten. Zum Beispiel das extrem spektakulär spontan organisierte Konzert im Starclub am 4. Juni. Eigentlich sollten wir an diesem Tag beim Campus-Open Air in Görlitz spielen, aber es war so ein Scheißwetter, dass gleich mal die ganze Technik kurzerhand abgesoffen ist. Verdammt! Kann man nix machen, also haben wir uns schnell was einfallen lassen und ganz kurzfristig ein Spontan-Konzert im Starclub gegeben! Unvergesslich! Knapp zwei Monate später haben wir ein paar Typen kennen gelernt, die einem sowas von den Arsch aufreißen können, wenn sie auf der Bühne stehen. Der helle Wahnsinn! Die Rede ist von den einzigartigen H-Blockx! Wir haben uns sehr, sehr geehrt gefühlt, dass wir die Bühne mit solch krassen Musikern teilen durften. Das Wetter war zwar scheiße (schon wieder…mhh komisch), aber das hat niemanden gejuckt. Auch das dicke ” B ” wurde im Jahre 2005 erstmalig von Jenix heimgesucht. Um genau zu sein spielten wir in der “Garage” in Pankow, einem sehr geilen Live-Schuppen mit einer grandiosen Kartoffel-Blumenkohl-Suppe.
Das Jahr 2006
Da neigten sich die 12 Monate auch schon dem Ende zu und ehe wir uns versahen, standen wir am 27. Dezember wieder auf einer kleinen gemütlichen Bühne in Schmochtitz und spielten gemeinsam mit den Monden und Café Jazz für einen guten Zweck. Auch dies war für uns wieder eine sehr große Ehre. Und was ist sonst noch so passiert in dem Jahr? Mhh…oh mir fällt grad auf, dass ich mir ja im Herbst meine muffigen Dreads abgeschnitten hab, also falls es jemanden interessiert. Seid ihr schon eingeschlafen? Zack! Und schwubs schreiben wir auch schon das Jahr 2006! Krosti hat sich über den Jahreswechsel nen schicken Bart stehen lassen und Happy glänzt immer noch mit seinem Engelshaar. Die Konzertsaison begann für uns diesmal schon am 14. Januar 2006 mit der Winterrocksession in Görlitz. Unverhoffter Weise sollten uns die nächsten 365 Tage nicht nur mehr als 40 Konzerte bringen, sondern es sollte auch das Jahr der erfolgreich abgeschlossenen Band-Battles werden. Keiner von uns hätte gedacht, dass wir Ende 2006 auf vier Erstplatzierungen, einer Zweitplatzierung und zwei Publikumspreise zurückblicken können. Besonders auf die Publikumspreise sind wir sehr stolz, da es für eine Band das Größte ist, wenn sie die Menschen mit ihrer Musik begeistern kann.
Ein sehr wichtiger Tag in unserer Bandgeschichte war definitiv der 3. Mai 2006, denn an diesem Tag spielten wir zwei Konzerte, einmal beim Campus-Open Air bei uns in Zittau und am späteren Abend dann in Mittweida bei dem Bandcontest “Sachsen Rockt!”. Wir kamen in Mittweida an und alles war total stressig. Die Zeit drängte und die Party war schon in vollem Gange, wie das in Mittweida eben so üblich ist. Uns war klar, dass es eine CD-Produktion zu gewinnen gibt, aber wir haben uns keinerlei Chancen ausgerechnet. Als dann der Name ” JENIX” und die Worte “…der erste Preis geht an…” zusammen in einem Satz erwähnt wurden, konnten wir es vor Glück kaum fassen. Unsere erste CD-Produktion! Gewonnen! Wir waren so baff! Der Preis sollte im Oktober eingelöst werden. Eine Woche verbrachten wir im Studio, gemeinsam mit einem jungen und sehr stillen Herren, der sein Handwerk sehr gut verstand. Es waren ein paar wunderschöne und vor allem sehr lehrreiche Tage. Ein Dank an dieser Stelle an Chris, Prof. Hösel und alle, die das dort möglich gemacht haben.
Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war für uns die Teilnahme am “Jump-Blitzstart”. Dort gewannen wir den unglaublicher Weise den Publikumspreis (ein Dank an alle, die uns dort unterstützt haben)! Der Auftritt an sich war ja schon extrem geil für uns, aber noch viel geiler war, dass es sich bei dem Publikumspreis um einen Gig beim legendären “Highfield-Festival” handelte. Wenn wir gekonnt hätten, dann hätten wir uns am liebsten vor Freude in den Arsch gebissen. Wahnsinn! Und so wurden nicht nur der 3. Mai (Sachsen Rockt!) und der 5. Mai (Jump-Blitzstart) für uns zu unvergesslichen Tagen, nein, auch der 19. August 2006 (Highfield 2006) ging mit extremst hohen Highlightpotential in unsere Geschichte ein. Es war der blanke Oberhammer, diese Riesenbühne, diese Riesenstars und überhaupt alles riesig!
Unser dreijähriges Bandjubiläum feierten wir in diesem Jahr nicht irgendwo, nein, wir hatten uns einen ganz besonderen Ort ausgesucht, nämlich die wundervolle Schweiz! Das war unser erster richtiger Auslandsauftritt, für den wir sehr dankbar sind! Auf der Rückfahrt von dort wurden wir mit den besten Wurstschnitten, die wir je gegessen haben, verpflegt. Im Oktober nahmen wir am BEAT06 teil und konnten mit dem wohl ausgefallensten Pokal, den wir je gewonnen haben, nach Hause fahren. Wirklich schick das Teil. Freu mich jedesmal tierisch aufs Neue, wenn ich mir dieses Ding angucke und ich frag mich bis heute, wer das gebaut hat und wie derjenige auf dies Idee gekommen ist. Und auch die letzten zwei Monate des Jahres 2006 gingen für uns sehr ereignisreich zu Ende! Angefangen beim Silbermond-Support in der Stadthalle Chemnitz am 30. November, über unsere erste kleine Co-Moderation (verbunden mit kleinem Unplugged-Konzert) bei der Radiosendung “Jump-Download”, die am Leipziger Hauptbahnhof stattfand, bis hin zu der inzwischen traditionell gewordenen Benefizveranstaltung in Schmochtitz (teilgenommen haben wieder die üblichen Verdächtigen) am 27. Dezember 2006! Man kann also sagen, dass wir mit einer Reihe von Höhepunkten das Jahr 2006 verlassen haben, worauf wir sehr stolz sind, denn wir hätten nie gedacht, dass uns in diesen 12 Monaten so viele Glücksmomente bescherrt werden.
Um mal kurz zu erläutern, was neben der ganzen Musik noch so passiert ist: Jan inzwischen 20 Jahre alt, Happy 21, Krosti auch und ich endlich 18. Mhh ansonsten…sind wir seit dem 1. November auch bei Myspace präsent (ach das hat ja auch wieder mit Musik zu tun!). Mhh also…achja Krosti hat sein Mutternest verlassen und wohnt nun mit Kollege Happy in einer WG. Vielleicht solltet ihr euch doch mal einen Energydrink oder nen Kaffee hinter die Kiemen kippen, damit ihr uns nicht wegpennt! In Trickfilmen haben die sich auch immer Streichhölzer zwischen oberes und unteres Augenlid geklemmt. Für alle tapferen, hartgesottenen und fleißigen Leser gehts jetzt weiter…und zwar mit Überschallgeschwindigkeit in die 8760 Stunden des Jahres 2007 (irgendwie ganz schön wenige Stunden, dacht immer das wären mehr…naja egal). Nun ist es ja so, dass das Jahr 2007 ja noch lange nicht zu Ende ist und ich noch nicht richtig weiß, wie ich das ganze Gesabbel hier gescheit zum Abschluss bringe, aber da wird mir schon irgendwas einfallen. Erstmal bis dorthin erzählen und dann weiter sehen.
Das Jahr 2007
Unseren ersten Auftritt in diesem Jahr werden wir mit 100%iger Sicherheit nie vergessen, denn es war der Tag des Sturmes! Für alle, die kein meteorologisches Gedächtnis besitzen: An diesem Tag fegte der Orkan ” Kyrill” mit teilweise bis zu 225 km/h über Europa hinweg und brachte ein einziges Chaos mit sich! 34 Menschen starben und extrem hohe Schäden enstanden. Nun saßen wir zu Hause und haben uns überlegt, was wir nun machen. Fahren? Oder nicht Fahren? Wir sind gefahren! Auf dem Weg bot sich uns ein Bild der Verwüstung. Und doch! So furchtbar das alles war , es kamen trotzdem über 700 Stundenten in die Aula am Scheffelberg in Zwickau! Meine Fresse war das ein Gaudi! Ein Dank an all die tapferen Menschen! Fast einen Monat später spielten wir unser erstes Forumkonzert. Ein Konzert, das ausschließlich für die User unseres Forums gedacht war. Es war einfach wundervoll und wir hoffen, dass ihr auch bei einem nächsten Mal wieder am Start seid! Dieses Konzert ist in der Bandgeschichte deshalb so erwähnenswert, weil wir dort endlich mal allen richtig “Danke” sagen konnten. ” Danke” all denen, die uns so oft schon begleitet haben und das hoffentlich auch noch weiterhin tun. “Danke” all denen, die an uns glauben und uns unterstützen! Wir können nichts anderes tun, als euch auf diesem Wege zu danken. Auf dem Weg der Musik! Es waren drei wirklich wunderschöne Stunden. Drei geile von den 8760! Danke! So! Das musste einfach nochmal gesagt werden!
Auch der März hatte für uns so einiges zu bieten. So konnten wir den 2.Platz beim Becks Band Battle belegen und waren damit um einen 1.500 Euro Musikgutschein und eine schicke Trophäe reicher, die allerdings nicht mit der des BEATS mithalten kann. Ach und das Beste war, dass es neben dem eigentlichen Bandbattle noch ein Internetvoting gab, bei dem unter allen ausgewählten Bands (12 an der Zahl) 60 Kästen Becks vergeben wurden, das hieß also: Je mehr Stimmen, desto mehr Bier im Keller! Und da unsere Fans die besten Voter aller Zeiten sind und alles um sich rum mobil gemacht haben, haben wir es am Ende auf Sage und Schreibe über 46.000 Stimmen gebracht, was umgerechnet 26 Kästen Becks bedeutete. Also das war mal echt der Hammer, ein Dank an alle fleißigen Helfer! Nur einen Monat später sollte uns das nächste unglaubliche Ding passieren. Es war der 13. April und Jenix machten sich zum ersten Mal in ihrer Bandgeschichte auf den Weg in eine Stadt, in der wir zum einen noch nie vorher waren und in der wir zum anderen etwas erleben sollten, was uns so noch nie zuvor passiert ist. Im Vorfeld war es für uns schon der Knaller, dass wir beim Coca-Cola-Soundwave-Discovery-Tour-Internetvoting (was für ein Wort) mit unserem Song “No way out” unter den ersten sechs gelandet sind und somit die Chance bekamen, bei einem Battle mit zwei anderen Bands um einen Gig beim Southside Festival zu kämpfen. Es war die erste Veranstaltung dieser Coca Cola Tour und sie sollte in Stuttgart stattfinden.
Wir also hin, wie immer ohne uns großartige Hoffnung zu machen, denn wir wussten, dass es ein Publikumsentscheid werden würde und es war einfach zu weit weg von zu Hause, um viele Fans mitzubringen. So waren wir also völlig auf uns allein gestellt, waren uns aber immer über die gedankliche Unterstützung unserer Leute zu Hause im Klaren. Leute, das hat echt geholfen! Als wir dann als letzte der drei Bands auf die Bühne kamen, waren wir uns sehr unschlüssig darüber, wie die Suttgarter uns annehmen würden, so völlig fremd. Aber was wir dann erlebten, war für uns unglaublich. Die Menschen waren sowas von offenherzig und haben uns herzlichst empfangen. Wir hatten nur 20 Minuten, um die prallgefüllte Halle zu überzeugen. Als dann die Siegerehrung begann, saßen wir einfach nur da und haben uns angeguckt. Keiner wusste, was passiert. Der Entscheid wurde mit einem Applaus-o-meter getroffen, der die Stärke und Dauer des Applauses gemessen hat. Unglaubliche 26 Sekunden lang klatschte das Publikum mit lauter Eifer für uns in die Hände und wir saßen immernoch da und guckten uns an, nur diesmal hatte jeder von uns eine Art Fassunglosigkeit im Gesicht stehen. Als wir Sekunden später realisiert haben, was da unten grade eben passiert ist, sprangen wir auf und nahmen uns in die Arme. Was für ein Erlebnis und wir danken Stuttgart auch heute noch aus tiefsten Herzen für diese wunderbare Erfahrung. Ihr seid Klasse!
An diesem Abend hätte keiner von uns geahnt, was das Ganze noch mit sich bringt. Ein Auftritt beim Southside und ein schicker Pokal, das war schon extrem geil, aber dass wir schon einen Monat später im Flieger nach Griechenland sitzen würden, mit dem Ziel in Thessaloniki einen Gig bei der griechischen Coca Cola Soundwave Tour zu spielen, damit hätte nun wirklich keiner von uns gerechnet. Dieser Trip nach Griechenland war für uns ein so schönes Erlebnis, das glaubt ihr gar nicht. Schon allein deswegen, weil Jan und Krosti voher noch nie geflogen sind! Die Griechen sind ein so wunderbares Partyvolk. Sie waren so offenherzig und freundlich. Einfach nur der Wahnsinn! Unser Auftritt hat ihnen sogar so gut gefallen, dass wir eine Zugabe spielen durften. Ey, stellt euch das mal vor! Vier kleine Zittauer stehen in Griechenland auf einer Bühne, vor ihnen ein Haufen partywütiger Griechen, die nach dem Konzert sogar noch eine Zugabe wollten! Also ne! Das war echt unglaublich! Wie oft habe ich eigentlich schon das Wort unglaublich, Wahnsinn und Hammer benutzt? Ich glaub ganz schön oft! Und ich muss es schon wieder tun, denn was uns auf der Hinreise nach Griechenland auf dem Berliner Flughafen passierte, war mindestens genauso Wahnsinn, wie alles andere.
Man glaubt es kaum, aber wir standen am Check-in-Schalter und beobachteten eine Mitarbeiterin des Flughafens, die mit ihren Nerven am Ende des Universums angekommen zu seien schien, weil ihr blöder Computer alle fünf Minuten abschmierte. Zu allem Unheil (für sie, nicht für uns) kam dann auch noch eine Gruppe von Menschen an, bei deren Anblick wir zunächst unseren Augen nicht trauten. Da spazierte doch tatsächlich, so mir-nichts-dir-nichts, die Bloodhound Gang durch die Flughafenhalle und steuerte direkt auf den Check-in-Schalter zu, an dem wir standen und es immer noch nicht fassen konnten. Und als wär das Ganze nicht schon verrückt genug, saßen wir am Ende auch alle noch im gleichen Flieger. Natürlich nutzten wir sofort die Gunst der Stunde und drückten denen kurzerhand mal eine unserer Bewerbungsmappen in die Hände. Natürlich haben wir uns davon nicht viel erhofft, da die Bloodhound Gang ja schon eine etwas andere Richtung einschlägt, aber wir dachten uns “Kann ja nicht schaden!”. Zwei Wochen später klingelte unser Telefon. Was bei diesem Gespräch raus kam, war fern aller Erwartungen! Ein Support-Gig für die Bloodhound Gang! Also diese Nachricht ließ unsere Kinnladen gleich mal ne Etage tiefer rutschen.
Der 25. Juli in Lindau sollte Stichtag sein, aber bevor wir diese Station in Angriff nahmen stand erstmal ein weiterer Höhepunkt auf dem Plan! Das Hurricane Festival! Warum Hurricane, fragen sich sicher einige! Leider ist durch ein Unwetter das Coke Tent auf dem Southside Festival so stark beschädigt worden, dass es nicht mehr wieder aufgebaut werden konnte. Damit ist auch unser Gig ins Wasser gefallen. Glücklicherweise bekamen wir einen Ersatzgig auf dem Hurricane! Wow! Und auch das wurde für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis! Meine Fresse, ich komm gar nicht mehr raus aus dem Schwärmen. Hab schon Muskelkater vom Grinsen! Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass wir seit dem Frühjahr ein neuen Bus haben?…Nein? Na dann, wird es aber höchste Zeit, denn dieser doch schon sehr alte weiße Mercedes-Bus war mit einer der größten Glückstreffer, der uns je widerfahren ist. Wir sind so stolz auf dieses Gefährt, denn da haben wir hart für gearbeitet, dementsprechend wird er auch behandelt. Ist ja schließlich unser großer Teddybär! Und bis jetzt hat er uns noch nicht einmal im Stich gelassen. Da kann man nur hoffen, dass das auch so bleibt!
Nun ja, am 25. Juli war es dann endlich soweit. Der Bloodhound Gang Support stand direkt vor unserer Tür. Lindau, das bedeutete über acht Stunden Fahrt, aber das gehört nun mal dazu. Und auf Reisen erlebt man ja sowieso die verrücktesten Dinge. Wir wussten nicht was auf uns zu kommt, wir wussten nur, dass der Laden brechend voll sein wird, als wir die Schlange vor dem Einlass sahen. Und nach unseren 30 Minuten Spielzeit konnten wir sagen, dass die Lindauer einfach Spitze sind. Was da los war! Und das, obwohl das Beste ja noch vor ihnen lag. Nachdem die dritte Vorband gespielt hatte, war es dann auch so weit! In den nächsten 1 1/2 Stunden sollten wir Dinge zu Gesicht bekommen, die man so oft eigentlich gar nicht sehen will! Jeder, der die Bloodhound Gang kennt, weiß, wofür diese Typen so bekannt sind und da meine ich nicht nur ihre Vorliebe für Jägermeister! Nur soviel: Das Motto des Abends hätte sein können: Je ekliger und je perverser, desto besser! Ja ja, da haben die 4 Poprocker von JENIX nicht schlecht geguckt! Nicht schlecht geguckt haben wir auch, als bei uns die Nachricht ins Haus flatterte, dass wir noch zwei weitere Male als Support für die Bloodhound Gang spielen dürfen. Rostock und Nürnberg sollten es sein und wir waren sehr glücklich.
Zu diesen beiden Terminen wird es noch ein ausführliches Review geben, deshalb fasse ich mich an dieser Stelle kurz. Es war einfach nur geil, das kann ich schon mal verraten. Das letzte Viertel des Jahres 2007 startete mit einem Erlebnis der ganz besonderen Art. Am 3. Oktober war es nämlich soweit, wir durften im Zuge des Finales der Coca Cola Soundwave Discovery Tour vor rund 40.000 Menschen auftreten. Das ganze fand an dem wohl symbolträchtigsten Ort Deutschlands statt, nämlich direkt am Brandenburger Tor. Es war der pure Wahnsinn. Wir teilten die Bühne an diesem Tag mit Stars wie den Fantastischen 4, Juli, Silbermond, den Sportfreunden Stiller, Ich + Ich und 2-Raumwohnung. Der HAMMER! Ende Oktober, um genau zu sein am 21. Oktober, hieß es dann wieder Jenix meets Big Band. Das letzte mal standen wir mit dem Klangfarben e.V. im Jahr 2004 auf der Bühne. So wurden wir also drei Jahre später zum Wiederholungstäter und es war wieder mal wunderschön. Songs wie “Futuretrain” oder “Are you ready” wurden eigens für diesen Tag umgeschrieben. Und wer mal hören will, wie sich die Lieder zusammen mit einer ganzen Big Band anhören, der brauch einfach bloß auf unser Myspace Profil gehen, denn da gibts ein Video davon zu sehen.
Der November 2007 wurde ein wenig ruhiger. Krosti musste erstmal unters Messer und man kann sagen das hat sich echt gelohnt. Seine Brüste sind jetzt fast so groß, wie die von Jenna Jameson…ja ja ok, das glaubt mir eh kein Schwein. Der Junge hatte ein Leistenbruch und das musst operativ wieder in Ordnung gebracht werden. Leider mussten wir deswegen gezwungener einen Monat auf Entzug gehen und das ist gar nicht so einfach, denn die Bühne fehlt uns meistens schon nach einer Woche. Und so hieß es eben einen Monat lang: Abwarten und Tee trinken, wahlweise auch Milch, Cola oder Eierlikör! Das Licht am Ende des Entzugstunnels war der 3. Dezember, denn da startete unsere kleine Supporttour für die grandiosen H-Blockx. Die erste Stationen waren Graz und Wien. Es war sowas von geil , denn es war das erste Mal, dass wir in Österreich auftreten durften. Die Österreicher sind echt ein super Feierpublikum. Die beiden Locations, in den wir spielten, waren wirklich sehr aussergewöhnlich. Das Flex in Wien zum Beispiel, also das war wirklich genial, dort waren die Wände der WCs mit Süßigkeiten gefüllt, an die man aber nicht ran kam, voll gemein eigentlich, aber irgendwie ne geile Idee. Guckt euch einfach die Bilder dazu an, da ist ein Foto dabei, wo man das sehen kann. Drei weitere Stationen standen auf dem Plan und wir sind so glücklich darüber, dass wir diese Sache mitmachen durften. Liebe Jungs von H-Blockx, falls ihr es jemals schaffen solltet diesen Text bis hier unten zu lesen, ohne einzuschlafen oder die Gedult zu verlieren, hier nochmal ein riesenfettes DANKEschön für all das, was wir mit und durch euch erleben durften. Es war saugeil. DANKE! Ein Dank auch an die hartgesottenen H-Blockx-Fans, die uns so wohlwollend aufgenommen haben. Ihr seid klasse.
Das Jahr endete dann schließlich mit einer Art Tradition! Und mit was? Richtig…mit dem Benefizkonzert in Schmochtitz, gemeinsam mit Silbermond. Auch das war wieder ein unvergesslicher Abend für uns. Die Stimmung war einfach grandios. Und wir sind dankbar dafür, dass uns nun schon zum vierten Mal die Chance gegeben wurde an diesem tollen Event für einen guten Zweck teilzunehmen. Ein fetter Dank an Silbermond und natürlich auch an alle, die uns immer so toll unterstützen. DANKE. So! Das war es dann auch eigentlich schon! Einen “Herzlichen Glückwunsch” an alle die, die noch wach sind und noch keine viereckigen Augen bekommen haben. Respekt! Ja, es könnte sein, dass ich ab und zu ein wenig vom Thema abgedrifftet bin. Es gab auch wirklich viel zu erzählen und ich hätt auch noch ewig weiter machen können. Es fällt mir selber eigentlich auch jetzt gerade erst auf, wie viel da eigentlich zusammen gekommen ist. Echt krass! Naja, zu viel ist besser als zu wenig oder gar nix, zu mal ihr ja alle auch sehr lange darauf habt warten müssen. Vier lange Jahre! Als kleines Fazit können wir aber sagen, dass wir sehr sehr glücklich über all die schönen Dinge sind ,die wir in den letzten Jahren erleben durften. Für uns eine unfassbar große Menge an schönen Ereignissen. Wir haben so viel dazu gelernt und konnten allerhand gute, aber auch einige schlechte Erfahrungen sammeln. Das gute daran ist, dass man aus beidem lernt. Wir durften viele tolle Menschen kennen lernen, denen wir sehr dankbar sind, für all die Unterstützung! Zum Schluss bleibt uns eigentlich nichts weiter übrig als hinauszuschreien: Besten DANK! Für die schöne Zeit und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft noch ne Menge fetter Parties miteinander feiern! In diesem Sinne bleibt uns treu! Bleibt sauber! Lasst es krachen und denkt immer daran: ” NEVER STOP”! Machts jut! Eure Vier von Jenix: Jenny, Happy, Krosti und Jan…to be continued!
Geschrieben von Jenny Böttcher



